Die mechanische Wiedergabe ist Gift für sammelwürdige Schellackplatten!


Dabei spielt es keine Rolle ob Sie ein Gerät des Pioniers Carl Below

Bild "Below_Mohr_19070103.png"

Bild "Below_Trombophon_1907.png" wie dessen "Trombophon" aus dem Jahr 1907 oder ein anderes Fabrikat besitzen - zur mechanischen Wiedergabe von dafür ausgesonderten Platten muss jedenfalls die Geometrie von Schalldose und Tonarm perfekt zueinander passen!

Wurde die originale Schalldose durch eine mit anderem Duchmesser ersetzt, dann stimmt der seitliche Spurwinkel nicht. In der Folge werden die Rillenflanken ungleich abgenützt und unweigerlich beschädigt.

Von der Anschaffung der in Fernost aus wahllosen Teilen zusammengemurksten und auf alt getürkten "Crapohone" muss dringendst abgeraten werden:

Bild "crapophone.jpg"
Bild "crapophone_schalldose.jpg"










Das Detail zeigt dass die Schalldose viel zu gross ist und der grün eingezeichnete korrekte seitliche Winkel aufs übelste verfehlt wird.

Für die Wiedergabe elektrisch aufgenommener Platten sind Grammophone der Urzeit nicht geeignet.


Selbst wenn Sie ein Grammophon mit perfekter Geometrie von Tonarm und Schalldose besitzen rate ich Ihnen zur Verwendung ausschliesslich leiser Nadeln, zum Wohle der Vorführplatten  - und der Ohren der Zuhörer.

Statt "leise" steht auf anderen Nadeldosen z.B. auch "Piano":


Bild "Henne_Nadeldosen.JPG"

Mit "Forte" bis "Fortissimo" sind die Platten bald ruiniert, ebenso durch solche "für 100 Plattenseiten! Die Werbung ist meist vollmundig - "weniger rauschen" ist ja ganz gut, aber "mehr Musik" als aufgenommen?

Bild "Te_Stalit-Nadel.png"

Selbstverständlich ist für jede Plattenseite eine neue Nadel zu vewenden!


Zeitgenössische Wiedegabe von Schellackplatten bedarf eines Markengerätes, wie z.B. "Victrola" für Victor-Platten, oder eines "Viva-Tonal" Apparats für Columbia-Platten.

Die so genannten Resonanzgrammophone mit Gehäusewänden aus dünnen Holztäfelchen verfälschen den Klang. Dass ein Hersteller seine Geräte "Edelton" nannte ist irreführend.

Ein völlig obskures "Sounddesign" hatte Lucas Huber in Isny mit dem Vibratorschallkörper kreiert und in dieses Gerät am 23.02.1926 eingebaut:


Bild "Huber_Grammophon_collage.JPG"

Weiteres Manko ist der Tonarm aus Holz - leicht, aber unpräzise gelagert. Eine Besonderheit von Herrn Huber:
Der 30cm-Plattenteller ist bündig in der Grundplatte eingelassen, angetrieben von eim Laufwerk mit drei Federn. Damit war der Etat erschöpft - der Deckel hat keine Strebe und muss an die Wand gelehnt werden.


Herr Huber hat sich wohlmöglich an der Firma Brunswick orientiert - die brachte es fertig aus
den 128 bis 2000 Hz bei der Aufnahme phantastische 250 - 4000 Hz zu reproduzieren:


Bild "Brunswick_old.png"

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