Flexible Platten


Flexible Platten wurden schon 1907 von der amerikanischen Firma Columbia angekündigt. Einer Meldung in der Phonographischen Zeitschrift zufolge sollen diese Platten in den Schaufenstern der Händler automatisch hin- und hergebogen worden sein um die Unzerbechlichkeit zu beweisen.

Ende der 20er Jahre gab es diverse Firmen welche flexible Schallplatten auf den Markt brachten. An sich keine schlechte Idee, aber zur Wiedergabe mussten Spezialnadeln verwendet werden.

Nicht allen Produkten war eine langfristige Haltbarkeit eigen. Die von Tri-Ergon fabrizierten COLORIT Platten


Bild "colorit_1a.jpg" Bild "colorit_labels.jpg" Bild "colorit_1c.jpg"













neigen zu schrumpfen und am Rand einzureissen:

Bild "colorit_edge.jpg"

Die "Phonycord Flexible" Platten der Berliner Firma Phonycord GmbH wurden bei Artiphon gepresst und haben sich in der Regel besser gehalten, neigen aber dazu wellig zu werden:

Bild "PhFl_frei.jpg"

Zur Abhilfe fixiere ich die Platten ringsum mit Packband auf einer 30cm-Platte:

Bild "PhFl_fixiert.jpg"

Wölbt sich die Plattseite nach oben wird mit einem Gewicht abgeholfen. Trotzdem musste mit 45 U/Min. abgespielt werden damit die Nadel nicht abhebt. Die Umrechnung auf 78 U/Min. wurde wie üblich mit Audacity vorgenommen. Das Nebengeräusch entspricht in etwa dem einer frühen harten Vinyl-LP, die Tonqualität ist hervorragend.

Der humoristische Potpourri "Das fidele Alt-Berlin", gespielt vom "Phonycord Salon-Orchester":


Bild "PhFl_8001B.jpg"
(Aufgenommen 1930. MP3, 3:26, 891kB)


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