Vorwort(e)


Leider gibt es kein Programm das alles kann oder in einem einzigen Durchgang das gewünschte Ergebnis liefert. Was ich hier vorschlage und beschreibe ist keine Vorschrift, es soll aufzeigen womit ich bisher mehr als eintausend Plattenseiten bearbeitet habe.

Die erste (und einzige) Plattenseite welche ich vor zig Jahren mit dem beim "Soundblaster Pro" (8 Bit mono) mitgelieferten "Audioedit" in reiner Handarbeit mit einem Zeitaufwand von ungefähr 24 Stunden (ohne Unterbrechung!) entknackt habe war das Lied "Ich such' was, ich brauch' was" von Martha Eggert und Max Hansen auf Odeon O-11611a, Matrix Be9805. Da es nur einen einzigen "Undo"-Schritt gab war ich gegen Ende unaufmerksam - und hätte eigentlich wieder von vorne anfangen müssen.

Eine weitere Methode - ganz ohne Software - wäre die Tonbandaufnahme mit 76 cm/s gewesen.
Weil hier nur Knacks und Plopps ausgeschnitten werden können artet diese Prozedur in einer unpraktikablen Schnipselei aus.
Ein Band welches stellenweise aus mehreren Lagen Klebeband besteht müsste unverzüglich dupliziert werden. Ganz abgesehen von den Kosten für ca. 150 Meter Normalspielband je Plattenseite.


Die erste praktikable Software war Anfang der 90er Jahre "DART" (Digital Audio Restauration Technology), programmiert in Polen und von der Firma "Tracer" für teures Geld vertrieben. Das erste Update war etwas günstiger, setzte aber voraus dass nun die Original-CD im Laufwerk zu verleiben hatte (Kopierschutz). Ein weiteres Update im Jahr 1997 (DART PRO 32) funktionierte wieder ohne dauernd eingelegte CD.
Bild "DART_pro_32.jpg"
Ein Vorteil von DART war die Möglichkeit, den Soundkarteneingang mit zwei ausgewählten der vielen Filter direkt über den Ausgang der Soundkarte wiederzugeben ohne dass aufgezeichnet werden muss - vorausgesetzt der Prozessor war schneller als 120 MHz.

Die Software gibt es weiterhin: DART. Welche der verschiedenen Versionen direkte Soundausgabe beherrscht ist mir nicht bekannt. Sie können das bei Bedarf mit den Testversionen selbst probieren und bitte mitteilen: Kontakt


Aktuell eingesetzte Software:


1. MAGIX Music Cleaning Lab 2007 deluxe

Dieses Programm verwende ich zur Aufnahme weil die Pegelanzeige besser als bei "Audacity" ist. Die Aufnahme ist "Schritt 1".  In "Schritt 3" wird damit der Frequenzgang korrigiert und milde weiter entrauscht. Falls unschädlich wird der "Exciter" eingesetzt. In "Schritt 4" wird der Editor eingesetzt um den Pegel zu normalisieren, etwaigen Brumm zu entfernen sowie Anfang und Ende ein- und auszublenden.
(Es gíbt inzwischen neuere Versionen - aber ACHTUNG: Audio Cleaning Lab 2014 möchte alle 4 Wochen "nach hause" telefonieren. Dadurch scheidet der Einsatz auf einem nicht mit dem Internet verbundenen Einzelplatz aus.)

2. Rillenputz:

Dieses geniale Programm von Claus Müller heisst tatsächlich so - und es kostet nichts!
Leider ist der Link zur Universität Jena momentan tot weshalb ich die letzte mir bekannte Version 3.82 Rillenputz.exe und die Bedienungsanleitung.pdf zum Download anbiete. Das ist völlig legal:



Bild "Rillenputz_info.gif"

Voraussetzung für "Rillenputz" ist "dot.NET-Framework 2.0" und "DirectX 9c" sowie ein Prozessor von 2 GHz oder mehr. Ob Sie das Framework und DirectX benötigen können Sie in der Systemsteuerung Ihres Rechners unter "Software" nachsehen. Bitte lesen und befolgen Sie die Bedienungsanleitung!

"Rillenputz" hängt (sehr selten) ganz am Ende der ausgegebenen Datei einen ganz kurzen "Knacks" an der entfernt werden muss.

Inzwischen gibt es von Claus Müller eine weiterentwickelte Audiosoftware welche aber aus mehreren Programmteilen besteht. Ob es für Ihre Zwecke tauglich ist überlasse ich Ihnen.


3. Audacity:

Auch dieses Programm kostet nichts!
Ich verwende nach wie vor die Version 1.3 Beta, es gibt inzwischen eine neuere Version Audacity 2.05


4. Audiograbber:

Auch dieses Programm kostet nichts!
Ich verwende Version 1.83 zum erzeugen der MP3-Dateien.


5. MP3tag:

Auch diese Programm kostet nichts!
Mit diesem Programm editiere ich die bei der Wiedergabe angezeigten Informationen (Titel, Interpret) sowie Aufnahmejahr, und bette das Bild des Labels ein. Download Version 2.58


Zum Schluss das Schmankerl aus dem Jahr 1932:

Bild "Od_O-11611a_Be9805.jpg"

(MP3, 2:48, 696kB)


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